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Welschriesling aus dem Burgenland – der frische Klassiker vom Neusiedler See

Unsere Produktempfehlung

Woher kommt der Welschriesling, wie schmeckt er und warum passt er so gut zum Neusiedler See? Familie Guttmann aus Weiden am See erklärt die Sorte, ihre Stile vom Kabinett bis zur Trockenbeerenauslese und die besten Speisen dazu.

Welschriesling gehört zu den wichtigsten Weißweinsorten im Burgenland. Rund 940 Hektar sind hier mit der Sorte bepflanzt, knapp ein Drittel der gesamten Welschriesling-Fläche Österreichs. Er steht für Frische, Leichtigkeit und eine knackige Säure.

Wir, die Familie Guttmann, bauen seit über 250 Jahren Wein in Weiden am See an. In diesem Beitrag erfährst Du, woher der Welschriesling kommt, wie er schmeckt, warum er am Neusiedler See so gut gedeiht, wozu Du ihn am besten trinkst und worauf Du beim Kauf achten solltest.

Inhalt

Welschriesling im Burgenland auf einen Blick

Rebfläche Burgenlandrund 940 ha, knapp ein Drittel der österreichischen Welschriesling-Fläche
Weitere AnbaugebieteNiederösterreich und Steiermark
GeschmackGrüner Apfel, Zitrus, frische Säure
StileTrocken, Sekt, edelsüße Prädikatsweine
SynonymeRiesling Italico, Olaszrizling, Laški rizling, Graševina
Trinktemperatur8 bis 10 °C
Passt zuBackhendl, Schnitzel, Fisch, Spargel, Heurigenjause

Was ist Welschriesling? Herkunft und Name

Die genaue Herkunft des Welschrieslings ist bis heute nicht geklärt. Der Name gibt einen Hinweis: „Welsch“ bedeutete im Altdeutschen so viel wie „romanisch“ oder „fremd“. Viele Fachleute vermuten den Ursprung deshalb in Norditalien, wo die Sorte als Riesling Italico bekannt ist.

Im 19. Jahrhundert kam der Welschriesling ins Burgenland. Er verträgt Hitze und Trockenheit gut und passt sich an unterschiedliche Böden an. Deshalb hat er sich hier schnell verbreitet. Heute zählt er zu den meistangebauten Weißweinsorten Österreichs. Auch in Ungarn, Slowenien, Kroatien und Norditalien ist er weit verbreitet.

Welschriesling und Riesling: Wo liegt der Unterschied?

Welschriesling und Riesling sind zwei verschiedene Rebsorten, die botanisch nicht miteinander verwandt sind. Der Riesling stammt vom Rhein und ist in Österreich vor allem in der Wachau, im Kremstal und im Kamptal zu Hause. Der Welschriesling ist im Burgenland, in Niederösterreich und in der Steiermark verbreitet.

Im Glas zeigt sich der Unterschied so: Riesling duftet oft nach Pfirsich und Marille, Welschriesling nach grünem Apfel und Zitrus. Riesling reift meist später und wird häufig als Lagenwein ausgebaut. Welschriesling ist unkomplizierter und oft der leichtere, frischere Wein von beiden.

Vom „Wösch“ zum Qualitätswein

Im Burgenland nennt man den Welschriesling liebevoll „Wösch“. Lange war er vor allem der Wein für den Alltag: in großen Mengen gekeltert, im Doppler abgefüllt und beim Heurigen als Gspritzter getrunken. Dieser Ruf als einfacher Schankwein hing der Sorte viele Jahre nach.

Das hat sich geändert. Mit niedrigeren Erträgen, gezielter Lese und sorgfältiger Arbeit im Keller zeigen immer mehr Winzer, was in der Sorte steckt. Welschriesling kann präzise, mineralisch und vielschichtig sein. Er gibt die Herkunft gut wieder, weil seine zurückhaltende Frucht den Boden und das Klima durchscheinen lässt. Deshalb schätzen ihn heute auch Sommeliers als ehrlichen, vielseitigen Speisenbegleiter.

Wie schmeckt Welschriesling aus dem Burgenland?

Junger Welschriesling ist hellgelb mit grünen Reflexen. In der Nase zeigen sich grüner Apfel, Zitrus und manchmal weiße Blüten. Am Gaumen ist er schlank und frisch, getragen von einer knackigen Säure.

Die pannonische Sonne schenkt ihm im Burgenland etwas mehr Reife und Frucht als in kühleren Regionen. So bleibt er erfrischend, wirkt aber nie spitz.

Von leicht bis edelsüß: die Stile

  • Leicht und trocken: der klassische Sommer- und Heurigenwein, oft als Kabinett.
  • Lagenwein: aus besonderen Rieden, dichter und mineralischer, mit mehr Reifepotenzial.
  • Sekt: Die hohe Säure macht Welschriesling zu einem beliebten Grundwein für Schaumwein.
  • Edelsüß: Beerenauslese, Ausbruch und Trockenbeerenauslese aus edelfaulen Trauben.

Edelsüßer Welschriesling vom Neusiedler See

Rund um den Neusiedler See entstehen einige der bekanntesten Süßweine der Welt, und der Welschriesling spielt dabei eine Hauptrolle. Im Herbst steigen über dem flachen See Nebel auf, die am Nachmittag von der Sonne vertrieben werden. Dieses Wechselspiel fördert die Edelfäule, den Pilz Botrytis cinerea.

Die Edelfäule macht die Beerenhaut durchlässig. Wasser verdunstet, Zucker, Säure und Aromen konzentrieren sich. Die Trauben werden oft in mehreren Durchgängen von Hand gelesen, Beere für Beere. Je nach Zuckergehalt des Mosts entstehen verschiedene Prädikatsstufen:

  • Beerenauslese: mindestens 25 °KMW, aus überreifen oder edelfaulen Beeren
  • Ausbruch: mindestens 27 °KMW, aus edelfaulen, eingeschrumpften Beeren
  • Trockenbeerenauslese: mindestens 30 °KMW, aus weitgehend eingetrockneten, edelfaulen Beeren

Edelsüßer Welschriesling duftet nach Honig, Dörrmarille und kandierten Zitrusfrüchten. Seine Säure hält die Süße lebendig. Er passt zu Blauschimmelkäse, Gänseleber und Desserts mit Marille oder Quitte. Unsere Süßweine findest Du im Weinshop.

Warum der Neusiedler See ideal für Welschriesling ist

Unsere Weingärten liegen in Weiden am See, am Nordufer des Neusiedler Sees, zwischen dem See und der Parndorfer Platte.

Das pannonische Klima bringt viele Sonnenstunden, warme Sommer und trockene Herbste. Der See speichert Wärme und gleicht Temperaturspitzen aus. Die Brise vom Wasser hält die Trauben gesund und trocknet sie nach Regen schnell ab.

Für den Welschriesling bedeutet das reife Frucht bei trotzdem lebendiger Säure. Genau diese Balance macht ihn so trinkig.

Aus unserem Weingarten: So entsteht unser Welschriesling

Unser Welschriesling wächst in der Ried Ungerberg. Wir achten auf gesunde Böden und pflegen die Reben nachhaltig. Gelesen wird selektiv von Hand, damit nur reife, gesunde Trauben in den Keller kommen.

Im Keller geht es uns darum, die Frische der Sorte zu bewahren. Der Wein soll nach grünem Apfel duften und am Gaumen lebendig bleiben. Wir bauen ihn als Kabinett trocken aus: leicht, unverfälscht und mit eleganter Struktur. Mehr über uns erfährst Du auf der Seite Das Weingut.

In jedem Glas steckt unsere Leidenschaft – für Handwerk, Tradition und die Liebe zur Region. Für Wein, der schmeckt, Freude schenkt und verbindet.

Michael Guttmann

Welschriesling 2025

8,30 €

Kabinett, 0,75 l

Wozu passt Welschriesling? Speisen-Tipps

Mit seiner frischen Säure und dem moderaten Alkohol ist Welschriesling ein unkomplizierter Essensbegleiter. Die Säure schneidet durch Panade und Fett, die zurückhaltende Frucht überdeckt feine Aromen nicht. Besonders gut passt er zu:

  • Wiener Schnitzel und Backhendl
  • Fisch aus dem See, etwa gebratenem Zander
  • Spargel und Frühlingsgemüse
  • Salaten mit Essig-Marinade
  • einer Heurigenjause mit Liptauer, Speck und frischem Brot
  • Gansl zu Martini, als frischem Gegenpol zu den kräftigen Aromen

Am besten probierst Du ihn direkt bei uns im Heurigen Schwalbenhof in Weiden am See.

Welschriesling richtig genießen: Temperatur, Glas und Lagerung

  • Temperatur: Trockenen Welschriesling mit 8 bis 10 °C servieren. Ist er zu kalt, verschwinden die Aromen. Ist er zu warm, wirkt er breit.
  • Glas: Ein mittelgroßes Weißweinglas mit leicht verjüngtem Rand bündelt die frischen Fruchtaromen.
  • Lagerung: Kühl, dunkel und bei gleichbleibender Temperatur lagern, idealerweise um 10 bis 12 °C. Flaschen mit Naturkorken liegend lagern.
  • Trinkreife: Leichte Welschrieslinge schmecken jung am besten, innerhalb von ein bis drei Jahren nach der Lese.
  • Als Gspritzter: Mit Soda- oder Mineralwasser aufgespritzt ist Welschriesling ein Sommerklassiker. Dafür eignet sich ein frischer, trockener Wein besonders gut.

Welschriesling kaufen: Darauf solltest Du achten

Welschriesling gibt es vom Supermarkt-Doppler bis zum Lagenwein. Mit ein paar Hinweisen findest Du den passenden Wein:

  • Herkunft: Die Angabe Burgenland oder eine Gemeinde wie Weiden am See verrät, wo die Trauben gewachsen sind.
  • Qualitätsstufe: „Kabinett“ steht für einen leichten Wein ohne Aufbesserung. Prädikatsstufen wie Beerenauslese stehen für edelsüße Weine.
  • Geschmacksangabe: „Trocken“ steht auf dem Etikett, wenn der Wein wenig Restzucker hat.
  • Jahrgang: Für einen frischen Welschriesling zum jungen Jahrgang greifen.
  • Direkt vom Winzer: Beim Kauf im Weingut weißt Du genau, wer hinter dem Wein steht, und bekommst ehrliche Beratung.

Unseren Welschriesling kannst Du bequem in unserem Online-Shop bestellen.

Häufige Fragen zu Welschriesling

Ist Welschriesling süß oder trocken?

Die meisten Welschrieslinge aus dem Burgenland werden trocken ausgebaut. Rund um den Neusiedler See entstehen aus der Sorte aber auch edelsüße Prädikatsweine wie Beerenauslese, Ausbruch und Trockenbeerenauslese. Auf dem Etikett erkennst Du den Stil an der Geschmacksangabe und an der Prädikatsstufe.

Ist Welschriesling ein guter Wein?

Ja. Welschriesling wurde lange als einfacher Schankwein unterschätzt. Heute zeigen viele Winzer, wie frisch, präzise und vielschichtig die Sorte sein kann. Im Burgenland entstehen daraus trockene Weine, Sekte und edelsüße Prädikatsweine von Weltrang.

Was ist der Unterschied zwischen Welschriesling und Riesling?

Welschriesling und Riesling sind zwei verschiedene Rebsorten ohne botanische Verwandtschaft. Riesling duftet eher nach Pfirsich und Marille, Welschriesling nach grünem Apfel und Zitrus. Beide haben eine lebendige Säure.

Wie schmeckt Welschriesling?

Junger Welschriesling schmeckt frisch und schlank, mit Aromen von grünem Apfel und Zitrus und einer knackigen Säure. Edelsüße Welschrieslinge zeigen dagegen Honig, Dörrobst und kandierte Früchte.

Welche Synonyme gibt es für Welschriesling?

In Italien heißt die Sorte Riesling Italico, in Ungarn Olaszrizling, in Slowenien Laški rizling und in Kroatien Graševina. Im Burgenland sagt man umgangssprachlich auch „Wösch“.

Wie lange hält Welschriesling?

Leichte, trockene Welschrieslinge trinkst Du am besten jung, innerhalb von ein bis drei Jahren nach der Lese. Lagenweine vertragen einige Jahre mehr. Edelsüße Prädikatsweine können über Jahrzehnte reifen.

Wie lange hält eine geöffnete Flasche Welschriesling?

Mit einem Verschluss im Kühlschrank bleibt ein geöffneter trockener Welschriesling zwei bis drei Tage frisch. Edelsüße Weine halten durch ihren Zucker und ihre Säure deutlich länger, oft ein bis zwei Wochen.

Bei welcher Temperatur serviert man Welschriesling?

Trockenen Welschriesling servierst Du am besten mit 8 bis 10 °C. So bleibt er erfrischend, und die Aromen von Apfel und Zitrus kommen gut zur Geltung.

Was bedeutet Kabinett beim Welschriesling?

Kabinett ist in Österreich eine Qualitätsstufe für Qualitätswein. Der Wein darf nicht aufgebessert werden und hat höchstens 13 % Alkohol. Das steht für einen leichten, unverfälschten Stil.

Lust auf ein Glas? Bestell unseren Welschriesling im Online-Shop oder besuch uns in Weiden am See: im Heurigen Schwalbenhof oder mit einer Übernachtung in unseren Ferienwohnungen, den Schwalbennestern.

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